Aktuelles


Der städtebauliche Ideenwettbewerb für Bamberg-Südwest ist abgeschlossen. Die Wettbewerbsbeiträge sind auch in einer öffentlichen Ausstellung zu sehen. Hier finden Sie die Öffnungszeiten.

Die Joseph-Stiftung verfügt in Bamberg-Südwest über rund 280 Wohnungen. Um das Quartier der Joseph-Stiftung in Bamberg-Südwest in den nächsten Jahren – gemäß ihrem Stiftungsauftrag zu entwickeln wurde neben anderen Maßnahmen ein architektonischer Ideen- und Realisierungswettbewerb durchgeführt.

Ausstellungstermine:

Die Wettbewerbsbeiträge werden in einer öffentlichen Ausstellung gezeigt. Diese ist im Gemeindezentrum St. Urban, Babenberger Ring 26, 96049 Bamberg an folgenden Tagen geöffnet:

  • Donnerstag, den 13. Juli, und Freitag, den 14. Juli, von 15 bis 18 Uhr
  • Samstag, den 15. Juli, von 12 bis 15 Uhr. Hier gibt es um 13 Uhr einen geführten Rundgang mit der Projektleiterin
  • Montag, den 17. Juli, und Dienstag, 18. Juli, von 15 bis 18 Uhr

Zusätzliche Informationen

Dem architektonischen Ideen- und Realisierungswettbewerb waren ein studentischer Wettbewerb und ein umfangreiches Paket an Beteiligungs- und Austauschprozessen mit verschiedenen Interessensgruppen vorausgegangen. Aus diesen Schritten ist eine Umsetzungsstrategie mit solider Finanzierung und Ausschöpfung der verfügbaren Förderkulissen, insbesondere im Rahmen des Modellbauvorhabens „Weiterentwickeln, Weiterbauen, Weiternutzung“ sowie der Förderkulisse des Landes Bayern „Drauf und Dran“, zu entwickeln und sukzessive umzusetzen.

Zurzeit läuft für das Quartier der Joseph-Stiftung in Bamberg Südwest ein städtebaulicher Ideenwettbewerb. Die in den 2000er-Jahren modernisierten Gebäude in der Salierstraße sind nicht Teil der Wettbewerbsbetrachtung.

Was ist im Allgemeinen unter einem Städtebaulichen Ideenwettbewerb zu verstehen?

Im Allgemeinen versteht man unter einem städtebaulichen Ideenwettbewerb einen Wettbewerb, bei dem Architekten und Stadtplaner ihre Ideen und Entwürfe für die Gestaltung eines bestimmten städtebaulichen Projekts präsentieren und miteinander konkurrieren. Solche Wettbewerbe werden oft von Stadtbehörden, privaten Entwicklern oder gemeinnützigen Organisationen durchgeführt, um innovative und ästhetisch ansprechende Lösungen für städtebauliche Herausforderungen zu finden.

Die teilnehmenden Architekten und Stadtplaner werden in der Regel aufgefordert, Konzepte und Entwürfe für eine bestimmte städtebauliche Situation zu entwickeln, wie beispielsweise die Neugestaltung eines Stadtteils oder die Entwicklung eines neuen Stadtteils. Der Wettbewerb kann auch spezifische Anforderungen an Nachhaltigkeit, soziale Inklusion oder andere städtebauliche Kriterien stellen.

9 Architekturbüros nehmen am Wettbewerb für Südwest teil

Insgesamt nehmen neun Architekturbüros aus Deutschland und Österreich am Wettbewerb für Bamberg Südwest teil. Über die Sieger des Wettbewerbs entscheidet ein Preisgericht. Diese Jury setzt sich aus Vertretern und Vertreterinnen des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr, der Regierung von Oberfranken, der Stadt und des Stadtgestaltungsbeirats der Stadt Bamberg, der Joseph-Stiftung und renommierten Fachplanern und Professoren aus den Bereichen Architektur, Stadtplanung, Landschaftsarchitektur und Energietechnik zusammen.

Worum geht im städtebaulichen Wettbewerb für Bamberg Südwest?

In erster Linie geht es um die städtebauliche Konzeption und Adressbildung des Quartiers (Unter Adressbildung versteht man im Wesentlichen die Ausdifferenzierung von Teilräumen, um moderne Anforderungen eines Stadtquartiers zu erfüllen). Bestandteil dieses übergeordneten Konzeptes sind die Modernisierung des Bestandes und eine verträgliche Nachverdichtung, z.B. durch die Aufstockung einer Geschossebene. Des Weiteren geht es um die Verbesserung der Aufenthaltsqualität in den Außenanlagen sowie die Gestaltung von Flächen für Gemeinschaft und Nachbarschaft.

Ein weiterer Teil der Wettbewerbsaufgabe ist die Integration eines Mobilitätskonzeptes für weniger Verkehrsaufkommen und mit mehr Sharing-Angeboten. Um das Quartier zukunftsfähig zu entwickeln, spielen unterschiedliche Aspekte der Nachhaltigkeit wie soziale und ökologische Themenfelder sowie eine klimagerechte Entwicklung, beziehungsweise Energieversorgung, eine übergeordnete Rolle bei der Konzeption. Als Wohnungsunternehmen mit kirchlichen Wurzeln und klarem sozialen Auftrag steht für die Joseph-Stiftung der Erhalt bzw. die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für Mieterinnen und Mieter sowie eine wirtschaftliche Umsetzbarkeit der Maßnahmen im Zentrum des Ideenwettbewerbes.

Wie geht es nach dem Wettbewerb weiter?

Das Preisgericht für den städtebaulichen Ideenwettbewerb trifft sich Mitte Juni und wird über die Ergebnisse des Wettbewerbs entscheiden. Die Jury bewertet die Entwürfe aufgrund ihrer architektonischen Qualität, ihrer Funktionalität, ihrer Wirtschaftlichkeit, ihrer Berücksichtigung von vielfältigen Nachhaltigkeitsaspekten und ihrer Kreativität. Im Anschluss wird es eine Ausstellung mit ausgewählten Wettbewerbsbeiträgen und eine Preisverleihung geben (Sobald genaue Termine feststehen, informieren wir hier darüber). Im weiteren Verlauf werden die Ergebnisse analysiert. Der Gewinner des Wettbewerbs wird in der Regel mit der Umsetzung seines Entwurfs beauftragt.

Am Dienstag, den 02. Mai 2023, finden zwischen 10 und ca. 17 Uhr Filmdreharbeiten im Quartier Südwest statt.

Dabei werden sowohl Filmaufnahmen mit einer Drohne als auch mit Kameras am Boden durchgeführt. Es wird ein Beitrag für das Regionalfernsehen und das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr produziert.

Hintergrund ist die Aufnahme des Quartiers Bamberg Südwest der Joseph-Stiftung in das Modellvorhaben „Weiternutzen. Weiterentwickeln. Weiterbauen“ des bayerischen Experimentellen Wohnungsbaus. Das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr hat zehn Projekte in ganz Bayern ausgewählt, die in den kommenden Jahren mit Unterstützung des Freistaats modernisiert, klimagerechter gestaltet und gegebenenfalls standortverträglich baulich erweitert werden. Unter diesen zehn Projekten ist auch das Quartier Bamberg Südwest der Joseph-Stiftung.

Da uns immer wieder Fragen zum Projektfortschritt in Südwest und möglichen Auswirkungen auf die Mieterinnen und Mieter erreichen, finden alle Interessierten hier einige Antworten zu häufig gestellten Fragen. Durch die Veröffentlichung hier Blog versuchen wir alle Interessierten gleichwertig mit Informationen zu versorgen.

Zu Beginn noch ein genereller Hinweis zum zeitlichen Ablauf: Aktuell befindet sich das Projekt noch in einer sehr frühen Phase (Wettbewerbsphase).Vor einem Wettbewerbsergebnis sind weder der Umfang noch die Finanzierung oder die Reihenfolge der einzelnen Maßnahmen klar. Deshalb können zu konkreten Häusern oder Bereichen im Quartier und deren Anteil sowie möglicher zeitlicher Einplanung im Gesamtprojekt leider keine Aussagen gemacht werden.

Die Joseph-Stiftung möchte ihre Mieterinnen und Mieter sowie Interessierte so frühzeitig als möglich informieren. Wir freuen uns über Ihre Fragen und Ihr Interesse. Sobald wir zuverlässige Aussagen zum weiteren Projektfortschritt- und Umfang treffen können, werden wir darüber informieren. Es handelt sich allerdings um ein langwieriges Verfahren und deshalb bitten wir um Geduld und Verständnis.

Frage: Müssen Bewohnerinnen oder Bewohner während möglicher Baumaßnahmen des jeweiligen Hauses aus dem Objekt in eine Notunterkunft ziehen?

Antwort: Zum aktuellen Zeitpunkt kann diese Frage leider noch nicht beantwortet werden.

Frage: In Teilen der Bausubstanz befindet sich Asbest. Was bedeutet das für mögliche Baumaßnahmen und die Gesundheit der Bewohnerinnen und Bewohner?

Antwort: Asbest an sich ist zunächst nicht giftig. Allerdings besteht bei Abbrucharbeiten die Gefahr, dass kleinste Fasern beim Einatmen in die Lunge gelangen und dort zu Schäden führen können. Deswegen werden Asbest-Bauteile in Schutzkleidung (z.B. FFP-2-Maske + Schutzanzug) abgebaut. So lange Asbest in Bauteilen gebunden ist, besteht keine Gefahr.

Frage: Wie lange werden die Baumaßnahmen an einem Haus dauern?

Antwort: Da vor einem Wettbewerbsergebnis weder der Umfang, die Finanzierung oder die Reihenfolge der Maßnahmen klar ist, kann dazu leider keine Aussage gemacht werden.

Frage: Im Jahr 2001 wurden mehrere Wohngebäude in der Salierstraße modernisiert. Wie war die Situation dort?

Diese Modernisierung fand im bewohnten Zustand statt. Dabei kam es für die Mieterinnen und Mieter zu verschiedenen Nutzungseinschränkungen wie beispielweise eine eingeschränkte Nutzung von Balkonen oder abgeklebte Fenster und eine hohe Lärm- und Schmutzbelastung. In welcher Variante Baumaßnahmen bei künftigen Modernisierungen durchgeführt werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch völlig unklar.

Frage: Steht schon fest, mit welchen Wohngebäuden bei künftigen Modernisierungen anfangen werden soll?

Antwort: Da vor einem Wettbewerbsergebnis weder der Umfang, die Finanzierung oder die Reihenfolge der Maßnahmen klar ist, kann dazu leider keine Aussage gemacht werden.

Frage: Gibt es einen Zeitplan für das gesamte Projekt?

Auch nach Abschluss des Wettbewerbs wird gegebenenfalls noch nicht gleich klar sein, wie lange ein sich anschließender Planungsprozess dauern wird. Dies hängt zum Beispiel davon ab, welche Baumaßnahmen genau durchgeführt werden sollen oder ob baurechtliche Bedingungen in einem Bebauungsplanverfahren neu geklärt werden müssen.

In einem Bebauungsplanverfahren werden viele Einflussfaktoren geprüft und abgestimmt, es muss daher sorgfältig vorbereitet werden und dauert dann in der Regel mehrere Monate bis zu einem Jahr. Selbst wenn alle baurechtlichen und wirtschaftlichen Fragen geklärt sind, muss mit einer Planungs- und Vorbereitungszeit von rund 1,5 bis 2 Jahren kalkuliert werden. Die Preisträger des Wettbewerbs sollen im Laufe des dritten Quartals 2023 feststehen. Danach möchten wir die Ergebnisse präsentieren, bevor wir in die weiteren konkreten Überlegungen einsteigen wollen.

Bereits Mitte Juli fand der erste von drei Workshops zur Quartiersentwicklung in Bamberg Südwest statt. An diesem Tag wurden alle Mieterinnen und Mieter der Joseph-Stiftung aus dem Quartier in das Gemeindezentrum St. Urban eingeladen.

Bamberg – Bereits Mitte Juli fand der erste von drei Workshops zur Quartiersentwicklung in Bamberg Südwest statt. An diesem Tag wurden alle Mieterinnen und Mieter der Joseph-Stiftung aus dem Quartier in das Gemeindezentrum St. Urban eingeladen. Rund 30 Personen unterschiedlicher Altersgruppen waren der Einladung gefolgt. Andreas F. Heipp, Vorstandssprecher der Joseph-Stiftung, begrüßte die Anwesenden und fasste kurz die Ausgangssituation des Babenberger Viertels zusammen. Er betonte, dass das Quartier bereits stark in die Jahre gekommen ist und Sanierungsbedarf aufweist. Bei der Modernisierung müssen jedoch zwingend die Anforderungen der Zukunft, insbesondere im Hinblick auf gesellschaftliche und klimatische Herausforderungen sowie Mobilität berücksichtigt werden.

Nach der kurzen Einleitung folgte ein Impulsvortrag durch Prof. Martin Schirmer, von Schirmer Architekten + Stadtplaner GmbH aus Würzburg, der das gesamte Beteiligungsverfahren begleiten wird. Prof. Schirmer machte den Mieterinnen und Mietern vorab die Stärken, aber insbesondere auch die Schwächen des Quartiers bewusst und zeigte gleichzeitig wichtige Handlungsfelder für die künftige Entwicklung auf. Daraufhin konnten die Anwesenden ein erstes Stimmungsbild mithilfe grüner und roter Klebepunkte auf einem Luftbild des Quartiers abgeben. Daran schloss sich eine gemeinsame Stärken-Schwächen-Abfrage an, die in Form von Kärtchen aufgenommen wird.

Den letzten Punkt des Abends bildete ein „Worldcafé“ (ein spezielles Workshop-Format), das aus vier Arbeitsgruppen bestand. Die Mieterinnen und Mieter sollten unter unterschiedlichen Fragestellungen Ideen sammeln, um das Quartier für einzelne Zielgruppen beziehungsweise für die Gemeinschaft auch künftig zu einem Ort des Wohlfühlens und zu einer attraktiven Wohnadresse zu gestalten. An jedem Tisch war jeweils ein Vertreter der Joseph-Stiftung anwesend, der die Beiträge der Mieterinnen und Mieter aufnahm und die Ergebnisse am Ende den Anwesenden vorstellte.

Zum Abschluss betonten sowohl Prof. Schirmer als auch Andreas F. Heipp die Wichtigkeit einer solchen Veranstaltung und brachten ihre Freude über die konstruktiven Beiträge der Mieterinnen und Mieter zum Ausdruck. Die Ergebnisse dieses ersten von drei Workshops fließen in den weiteren Prozess der Quartiersentwicklung ein.

In weiteren Workshops können alle interessierten Bürgerinnen und Bürger im Stadtteil und unterschiedliche Institutionen wie Vereine Ihre Ideen zur Quartiersentwicklung einbringen.